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Title(s)
| Title | Language |
Dissertation Chihab | de |
Author(s)
| Name | ORCID | GND | Affiliation |
Laura Chihab |
Project(s)
NextLEVEL - Lehrkräftebildung vernetzt entwickeln
Faculty
11 Geosciences and Geography
Date Issued
12 January 2026
Publisher(s)
Goethe-Universität Frankfurt
Type(s) of data
Dataset
Language(s)
de
Abstract(s)
| Abstract | Language |
Diese Dissertationsstudie untersucht, welche Denk- und Handlungsweisen angehende Geogra-phielehrkräfte im Kontext von Rassismus und sozialen Medien orientieren und wie diese ihre anvisierte professionelle Praxis informieren. Damit reagiert die Studie auf Desiderata hinsicht-lich Untersuchung der Bedeutung rassismusrelevanter Bildungs- und Subjektivierungsbedingungen für die geographische Lehrkräftebildung. Die Fallstudie basiert auf einer qualitativ-rekonstruktiven Analyse von Gruppendiskussionen mit Geographielehramtsstudierenden. Mithilfe der dokumentarischen Methode werden zwei kontrastierende Habitus rekonstruiert: ein Habitus der Enthaltung, der durch Dissonanzvermeidung und die Externalisierung pädagogischer Verantwortung gekennzeichnet ist, sowie ein Habitus der Involvierung, der auf die aktive Thematisierung rassistischer Gewalt zielt, dabei jedoch selbst zur Reproduktion rassistischer Verhältnisse beitragen kann. Ein ergänzender Fragebogen verweist auf die Soziogenese der Habitus und macht deutlich, dass sie wesentlich durch unterschiedliche Zugehörigkeitserfahrungen in rassistischen Ordnungssystemen geprägt sind. Die Ergebnisse liefern konzeptionelle Impulse für eine kritisch-reflexive Professionalisierung in der geographischen Lehrkräftebildung, die Rassismuserfahrungen, Logiken digitaler Öffentlichkeiten und Ambivalenzen vermeintlich gesicherter pädagogischer Handlungsmaximen als relevante Relationierungsebenen einbezieht. | de |
Description(s)
| Description | Language |
Der hier angeführte ergänzende Fragebogen ermöglichte den Beforschten Selbstauskünfte zu rassismusrelevanten Fremd- wie auch Selbstbeschreibungen zu formulieren. Ziel war es zu vermeiden, den Beforschten migrationsgesellschaftliche Positioniertheiten ausschließlich aufgrund sichtbarer Marker ((Nach-)Namen, Erscheinungsbild) zuzuschreiben und ihnen vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen und Lebensrealitäten Ausdifferenzierungen zu eröffnen. Die eigenen Positioniertheiten konnten zudem in Kontrastierung zu und Abgrenzung von erfahrenen gesellschaftlichen Zuschreibungen benannt werden, was weitere Differenzierungen ermöglicht. Die Fragen im Fragebogen sowie die darin enthaltenen geschlossenen Items orientieren sich an Empfehlungen für die Erhebung von Antidiskriminierungsdaten, die vor dem Hintergrund einer Auswertung nationaler wie internationaler Studien entwickelt wurden (Baumann et al., 2018), sowie der von der zivilgesellschaftlichen Organisation „Citizens for Europe“ entwickelten Itemliste entnommen (Aikins et al., 2018). Weitere Erläuterungen befinden sich im Haupttext der Studie. | de |
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Jan 13, 2026
Jan 13, 2026
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Jan 13, 2026
Jan 13, 2026